Sonntag, 28. Oktober 2018

Frauenpower auf der Baustelle: Schon mal darüber nachgedacht?


Wer hätte vor 1990 in den westlichen Bundesländern laut darüber nachgedacht, dass der Beruf des Busfahrers Zuwachs in Form weiblicher Kolleginnen bekommt? Frauen in handwerklichen Berufen ja, aber im Bauberuf? Lassen Sie überholte Vorurteile für überlieferte, klassische Männerdomänen mal außer Acht und Sie werden erkennen: Warum eigentlich nicht? Das Beschäftigungsverbot für Frauen im Bauhandwerk gibt es schließlich nicht mehr.




Nur 10% der Stellen im Bauhauptgewerbe mit weiblichen Arbeitskräften besetzt
Mit zunehmendem Fachkräftemangel, der sich mehr und mehr zum existenziellen Geschäftsrisiko entwickelt, müssen Bauunternehmer realisieren, dass das große Potenzial an weiblichen Arbeitskräften bislang gar nicht erschlossen, geschweige denn aktiv akquiriert wurde. Lediglich 10 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Stellen im Bauhauptgewerbe sind aktuell mit weiblichen Arbeitskräften besetzt.

Frauen arbeiten wie selbstverständlich in vielen Bauunternehmen als Architektinnen, in der Planung, Bauleitung, Geschäftsleitung oder in anderen Schlüsselpositionen. Dabei sind diese keineswegs ungeschickter oder unprofessioneller als ihre männlichen Kollegen. Warum soll das auf der Baustelle anders sein?
Berufs-Entwicklungsplan und familienfreundliche Arbeitsgestaltung
Die Gründe liegen in der Branchendenke und sind hausgemacht: Vorherrschende Vorurteile, mangelnde Flexibilität, Fehleinschätzung und Unterschätzung weiblicher Kompetenzfelder. Frauen verfügen ebenso wie Männer über technische Kompetenz und handwerkliches Geschick. Bleibt der Branche noch das Argument der zu starken, körperlichen Belastung, dass heutzutage keines mehr ist. Denn die zunehmende Entlastung durch Automatisierung und Maschinen reduziert körperlich belastende Tätigkeiten auf der Baustelle.

Beschäftigung von Frauen kann Kapazitätsprobleme auf Baustellen lösen
Damit entstehen hier neue Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen, die manches Kapazitätsproblem lösen könnten. Frauen im Bauhandwerk bringen neben einer Belebung des Arbeitsklimas außerdem andere Sichtweisen und mehr Meinungsvielfalt in die Bauunternehmen, was diesen ganz sicher gut tut.
Verantwortlich: Theo van der Burgt

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